1B, 2B: Aufführung des Musicals "Zirkus Furioso"

Dienstag, 11. Februar 2020 - 11:00

Raus aus dem Schulalltag, rein in die Zirkusmanege

Musical-Produktion „Zirkus Furioso“ wurde für die Chorklassen des Körnergymnasiums zum großen Erfolg 

Mit der Aufführung des Musicals „Zirkus Furioso“, komponiert von Peter Schindler, erfüllte sich für die Schülerinnen und Schüler der 1B und 2B-Klasse ein besonderer Traum: Sie durften für einige Stunden aus ihrem Schulalltag ausbrechen und in die Rolle von Zirkusdirektoren, Artisten, Clowns oder Tieren schlüpfen. Die schwerste Rolle im Stück hatten zweifelsohne die beiden Direktorinnen, da sie viele Probleme zu lösen hatten. Erst lief die Assistentin Bella Stella weg. Dann verkündete Bärendompteur Grozzlicek, dass der Bär nicht auftreten will. Zudem standen die dummen Augustinen ständig im Weg. Dennoch kam das Publikum schlussendlich noch in den Genuss einer grandiosen Vorstellung, denn die dummen Augustinen schafften es einen Elefanten zu überreden, Foxtrott zu tanzen. Dazu trat eine bauchredende Giraffe auf. Es waren auch wilde Pferde und natürlich viele Artisten zu sehen.

Das Musical „Zirkus Furioso“ ist ein Stück, das fetzige Melodien mit pfiffigen Texten verbindet und für die Darsteller und Kulissenbauer großen Einsatz erfordert. Marlene aus der 2B-Klasse spielte eine der Zirkusdirektorinnen. Für ihre Rolle musste sie zwölf Seiten Text auswendig lernen: „Die Proben und Aufführungen waren anstrengend aber auch lustig. Besonders gefreut hat mich, dass ich mit meinen Freundinnen gemeinsam spielen konnte.“

Chaos auf und hinter der Bühne

So wie in der Handlung des Stücks herrschte auch innerhalb des Musicalensembles manchmal Chaos und zwar nicht nur auf der Bühne sondern auch hinter den Kulissen. „Einige Jungs traten während der Vorstellung versehentlich auf den Kopf der Giraffe. In Windeseile gelang es uns den Kopf zu reparieren“, erinnert sich Anna, die als zweite Zirkusdirektorin darauf achten musste, dass trotz aller Probleme die Aufführung reibungslos abläuft und die dummen Augustinen nicht zu viel Blödsinn machen.  Alina war eine der Augustinen. Ihre Rolle habe ihr viel Spaß bereitet, da sie improvisieren durfte: „Auf die Anweisungen des Direktors gaben wir meist schnippische Antworten und gehorchten nicht immer.“

Auch Chiara, die zweite dumme Augustine im Stück, ärgerte mit Freude die Direktorinnen. Der Unterricht solle allerdings geregelt ablaufen, meint sie: „Wenn es in der Klasse drunter und drüber gehen würde, könnten wir nicht so viel lernen und der Unterricht wäre umsonst.“ 

Verpatzte Generalprobe, gelungene Aufführungen

Nach einigen Problemen bei der Generalprobe verliefen die Aufführungen erfolgreich. Für Projektleiterin Prof. Martina Walenta wurde speziell die Premiere zu einem besonderen Moment:  „Die Kinder waren äußerst konzentriert, weil sie ja wussten, dass ihre Eltern im Publikum waren. Dadurch haben sich zwei Energiewelten getroffen, die einen besonderen Zauber entstehen ließen.“

Um das Stück optimal aufführen zu können, mussten die rund 50 an der Produktion beteiligten Kinder Freude für Musik aufbringen und schauspielerisches Talent entwickeln. Voraussetzung dafür war ihre Bereitschaft, einen Prozess des sozialen Lernens zu starten, erklärt Prof. Walenta.  „Die Kinder haben gemerkt, was alles in ihnen steckt und noch weitere Talente entdeckt.“ 

„Kinder wollten nicht nachhause gehen“ 

Prof. Margitta Hartl-Hochholdinger und Prof. Edith Ludwig unterstützten das Projekt, auch in ihrer Freizeit. Gemeinsam haben sie dafür gesorgt, dass entsprechende Kulissen und Kostüme entstanden. „Für Kinder sind solche Gemeinschaftsprojekte immer wichtig, weil sie an Dingen arbeiten, die nicht nur für sie selbst relevant sind, sondern einem Gesamtprojekt dienen“, erklärt Prof. Hartl-Hochholdinger.  Die Schülerinnen und Schüler hätten mit Leib und Seele zusammengearbeitet, freut sich Prof. Ludwig, die so wie Prof. Hartl-Hochholdinger zusätzliche Stunden am Nachmittag anbot. „Die Freude am Projekt zu arbeiten war so groß, dass manche Schülerinnen und Schüler gar nicht mehr nachhause gehen wollten.“

Prof. Pohn