Exkursion der 4AD zur Voestalpine

Freitag, 20. Dezember 2019 (Ganztägig)

Bericht VOESTALPINE-Besuch vom 20.12.201

Am 20. Dezember 2019 besuchten die 4Awiku und die 4D im Rahmen des Chemie-Unterrichts die voestalpine in Linz.

Das Programm am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien begann mit einer Werkstour durch das Voest-Gelände. Von den insgesamt rund 5,2 km2  besuchten wir den größten Hochofen sowie das Warmwalzwerk.

Nachdem wir mit dem Bus neben großen Haufen von Eisenerz und Koks vorbeigefahren sind und vor dem Hochofen 88 Stufen besteigen mussten, kamen wir rasch in einen kleinen Raum mit abgedunkelten Fenstern. Durch diese konnte man den gigantisch großen Hochofen sowie einige Arbeiter sehen. Über Bildschirme wurde uns eine kurze Animation über die Vorgänge im Hochofen gezeigt, Genaueres lernten wir zuvor im Chemie-Unterricht: Dem Hochofen werden oben Koks, Eisenerz und weitere Zuschläge zugefügt.

Nach und nach bilden sich durch chemische Reaktionen Roheisen (das zu Stahl weiterverarbeitet wird) und Schlacke, ein Abfallprodukt.

Das Roheisen hat noch einen zu hohen Kohlenstoffgehalt, der es spröde macht. Daher muss ihm später noch Kohlenstoff entzogen werden.

Auf dem Bildschirm in diesem Raum sahen wir außerdem einen Abstich auf der Rückseite des Hochofens.

Der Stahl ist vorerst nur ein Block – eine sogenannte „Bramme“.

Damit der Stahl allerdings dünn wird, muss dieser gewalzt werden – im sogenannten Warmwalzwerk.

Die erhitzten Stahlblöcke werden zuerst fünfmal dünner gewalzt, danach werden sie weiter gewalzt, um noch dünner zu werden, am Ende sollte ihre Dicke je nach Bestellung nur einige Millimeter dick sein. Der gesamte Vorgang dauert nur etwa 2 Minuten. Zu diesem Thema setzten wir uns in einen kleinen Raum direkt vor einer Walze, wir konnten darum oft lange, heiße Brammen vorbeifahren sehen.

Während unserer Rückfahrt zur voestalpine-Stahlwelt mit dem Bus .wurden uns verschiedene Berufe im Voest-Gelände genannt: Wir erfuhren dabei, dass es auch Ärzte oder eine Krabbelstube gibt. Es wurden uns auch die Gebäude gezeigt, in denen der Sicherheitsdienst, die firmeneigene Rettung und die Berufsfeuerwehr der Voest (die zweitgrößte in ganz Oberösterreich) untergebracht sind.

Nach einer kurzen Pause in der Stahlwelt teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die Geschichte der Eisenproduktion wurde uns genauso erklärt wie die Verwendung des Stahls. Auf der großen Dachterrasse des Stahlwelt-Gebäudes konnte unsere Gruppe kurz vor dem Ende der Führung einen Ausblick über einen Teil des Werksgeländes gewinnen.

Wir haben viel Neues über die Arbeit der voestalpine gelernt und Neues über Stahl und dessen Verwendung erfahren.

Die Werkstour sowie die Führung in der voestalpine-Stahlwelt waren sehr lehrreich und interessant, auch wenn viele bereits erschöpft und zum Teil in Ferienstimmung waren.

Elias König, 4D